
Nach Schwangerschaften, starkem Gewichtsverlust oder altersbedingt kann die weibliche Brust an Spannkraft verlieren und tiefer sitzen. Viele Patientinnen stehen dann vor einer zentralen Frage: Reicht eine reine Bruststraffung aus, oder ist zusätzlich ein Implantat sinnvoll? Die kurze Antwort: Das hängt vor allem davon ab, ob neben der erschlafften Haut auch spürbar Volumen fehlt – nicht allein von der Ausprägung der Absenkung. Dr. med. Hutan Asgarouladi von der Praxis Medsense Meerbusch erklärt, worauf es bei dieser Entscheidung ankommt.
Was eine Bruststraffung (Mastopexie) bewirkt
Bei einer Bruststraffung wird überschüssige Haut entfernt, das Brustgewebe neu geformt und der Warzenhof in eine höhere, natürlichere Position gebracht. Das Ergebnis ist eine straffere, angehobene Brust – allerdings im Rahmen des bereits vorhandenen Volumens. Eine reine Straffung fügt dem Gewebe kein zusätzliches Volumen hinzu, sie ordnet vorhandenes Gewebe neu an.
Wann ein zusätzliches Implantat sinnvoll ist
Nach Schwangerschaft, Stillzeit oder Gewichtsabnahme geht häufig nicht nur Spannkraft, sondern auch tatsächliches Volumen verloren – besonders im oberen Bereich der Brust, dem sogenannten oberen Pol. Eine reine Straffung kann diesen Volumenverlust nicht ausgleichen. In solchen Fällen wird häufig eine Straffung in Kombination mit einem Implantat (Augmentations-Mastopexie) besprochen, um sowohl Form als auch Fülle wiederherzustellen. Auch der Wunsch nach einer insgesamt größeren Brust als vor Schwangerschaft oder Gewichtsverlust spricht eher für die Kombination mit einem Implantat.
Die Ptosis als erste Orientierung
In der Fachsprache wird das Absinken der Brust als Ptosis bezeichnet und in unterschiedliche Ausprägungsgrade unterteilt – von einer leichten bis zu einer stärker ausgeprägten Absenkung. Der Ptosis-Grad gibt eine erste Orientierung dafür, wie umfangreich eine Straffung ausfallen könnte. Er ersetzt jedoch nicht die individuelle Untersuchung: Erst die Beurteilung von Hautqualität, Drüsengewebe und vorhandenem Volumen erlaubt eine verlässliche Empfehlung.

Die wichtigsten Entscheidungskriterien im Überblick
- Hautüberschuss und Erschlaffung stehen im Vordergrund, das vorhandene Volumen ist ausreichend: In diesem Fall kann eine reine Bruststraffung genügen.
- Zusätzlich fehlt spürbar Volumen, besonders im oberen Bereich der Brust: Hier wird häufig eine Kombination mit einem Implantat besprochen.
- Es besteht der Wunsch nach mehr Volumen als vor Schwangerschaft oder Gewichtsverlust: Auch dann ist ein zusätzliches Implantat meist Teil der Überlegung.
- Es soll möglichst wenig operativer Aufwand entstehen und das bestehende Volumen reicht aus: Dann bleibt die reine Straffung oft die schonendere Option.
Kombination im Rahmen eines Mommy Makeovers
Bei vielen Patientinnen treten Veränderungen an Brust und Bauch gemeinsam nach Schwangerschaften auf. Eine Bruststraffung – mit oder ohne Implantat – wird deshalb häufig im Rahmen eines sogenannten Mommy Makeovers mit weiteren Eingriffen wie einer Bauchdeckenstraffung kombiniert, um die Körperkontur insgesamt wiederherzustellen. Ob und in welcher Kombination das für Sie infrage kommt, entscheidet Dr. med. Hutan Asgarouladi individuell auf Basis Ihrer Ausgangslage.
Der Ablauf bei Medsense Meerbusch
1. Beratung und Analyse. Im persönlichen Gespräch beurteilt Dr. med. Hutan Asgarouladi Hautqualität, Drüsengewebe und Volumen und bespricht mit Ihnen, ob eine reine Straffung ausreicht oder ein Implantat sinnvoll ist.
2. Planung und Durchführung. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Technik und gegebenenfalls Implantatwahl werden vorab gemeinsam festgelegt.
3. Nachsorge und Heilung. Nach der Operation unterstützt spezielle Stütz-BH die Heilung. Schwellungen und Spannungsgefühle sind in den ersten Wochen normal und klingen in der Regel im weiteren Heilungsverlauf ab. Regelmäßige Kontrolltermine begleiten Ihre Genesung.
Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich mich später noch für ein Implantat entscheiden, auch wenn ich zunächst nur straffen lasse?
Das ist grundsätzlich möglich, bedeutet aber einen weiteren Eingriff. Viele Patientinnen entscheiden sich deshalb bereits im ersten Beratungsgespräch, ob eine Kombination für sie sinnvoll ist.
Verändert sich das Ergebnis nach einer erneuten Schwangerschaft?
Eine erneute Schwangerschaft kann das Ergebnis beeinflussen. Wer die Familienplanung noch nicht abgeschlossen hat, sollte dies im Beratungsgespräch offen ansprechen.
Wie sichtbar sind die Narben?
Eine Bruststraffung hinterlässt Narben, deren Verlauf sich an der individuellen Technik orientiert. Sie verblassen im Heilungsverlauf meist deutlich, verschwinden aber nicht vollständig.
Wie lange dauert die Erholung?
Das hängt vom Umfang des Eingriffs und Ihren individuellen Voraussetzungen ab. Eine Kombination mit Implantat geht in der Regel mit einer etwas längeren Schonzeit einher als eine reine Straffung.
Persönliche Beratung in Meerbusch und Düsseldorf
Ob reine Bruststraffung oder Straffung mit Implantat für Sie die richtige Wahl ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. In der Praxis Medsense in Meerbusch – auch für Patientinnen aus Düsseldorf gut erreichbar – nimmt sich Dr. med. Hutan Asgarouladi Zeit, Ihre individuelle Ausgangslage und Ihre Wünsche gemeinsam mit Ihnen zu besprechen.
Vereinbaren Sie gern ein persönliches Beratungsgespräch oder lesen Sie mehr in unserem Ratgeber zur Bruststraffung.


